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Matthias Wittland, Geschäftsbereichsleiter
Caritas Pflege & Gesundheit
Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden e.V.

Matthias Mört, Fachbereichsleiter
Caritas Pflege & Gesundheit
Caritasverband für das Dekanat Borken e.V.

Henrik Nagel-Fellerhoff, Fachbereichsleiter
Caritas Pflege & Gesundheit
Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V.

Alexia Meyer, Fachbereichsleiterin
Caritas Pflege & Gesundheit
Caritasverband Kleve e.V.

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Aktuelles ahs Ahaus  

"Aus einer Hand" für Menschen mit Demenz

Legden, eine Stadt im Westmünsterland mit 7000 Einwohnern. Wie in vielen anderen Kleinstädten zeichnet sich durch den demographischen Wandel ab, dass eine zunehmende Zahl von Menschen an Demenz erkrankt und versorgt werden muss. Die Kommune hat deshalb das Projekt "Zukunftsdorf Legden" gestartet, um bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln. Ein Baustein des Projekts ist das neu geschaffene Präventions- und Gesundheitszentrum.

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Das Ehepaar Schrage (rechts)
und Matthias Wittland

"Wir wollen die älteren Menschen so lange wie möglich zu Hause zu halten", erklärt Dr. Volker Schrage, Facharzt für Allgemeinmedizin, Gesundheitsförderung und Prävention. Dazu habe das Präventions- und Gesundheitszentrum vielfältige Leistungen angedacht, die Menschen mit Demenz angeboten werden sollen. Sämtliche Dienstleister arbeiten gleichberechtigt zusammen, etwa die behandelnden Ärzte und ambulanten Pflegedienste, betont Schrage. Das Präventions- und Gesundheitszentrum mit seinem Kompetenzzentrum Demenz übernehme dabei die Funktion der Anlaufstelle und koordiniert die konkreten Hilfen.

"Menschen, die die Diagnose Demenz bekommen haben, sollen alle Leistungen aus einer Hand angeboten bekommen", erklärt Matthias Wittland, Geschäftsbereichsleiter von der Caritas Pflege & Gesundheit der Caritasverbandes für die Dekanate Ahaus und Vreden. Das Besondere an dem Präventions- und Gesundheitszentrum Legden sei die Dichte der Hilfsangebote und deren Nachhaltigkeit, getragen durch ein starkes Netzwerk. "Wir haben hier bereits einen bunten Strauss von Angeboten und wollen weitere Hilfen bedarfsgerecht ausbauen.

Geplante Maßnahmen seien etwa das Angebot alltagsnaher Dienstleistungen, die Sensibilisierung und Schulung von Angehörigen oder der Einsatz von telemedizinischen Instrumenten, wie etwa die "Pillen-Box" oder das "Care-Pad". Präventive Trainings der kognitiven Leistung sollen auch schon jüngeren Menschen angeboten werden. "Durch Anpassung des Lebensstils können bestimmte Formen der Demenz vorgebeugt oder zumindest verlangsamt werden", so Schrage. Zu dem "bunten Strauss" zählen zudem auch die Weiterbildung von Pflegefachkräften und die Schulung ehrenamtlicher Demenzbegleiter. "Wir brauchen unbedingt auch Laienhelfer, um optimal versorgen zu können", betont Wittland. Auch Dienstleister etwa aus der Gastronomie oder dem Einzelhandel sollen über Demenz informiert werden, um auf auffällig gewordene Kunden helfend reagieren zu können.

"Wir wollen in der Laborsituation unserer kleinen Kommune ein Modell entwickeln, was auch auf andere Regionen im Land übertragbar sein soll", erklärt Martina Schrage, stellvertretende Bürgermeisterin von Legden. Dabei soll die Teilhabe von Menschen mit Demenz in allen Stadien ihrer Erkrankung gefördert werden die Akzeptanz für diese Erkrankung in der Gesellschaft steigen. "Schließlich gehen wir mit unserem Projekt ein gesellschaftliches Problem an, was früher oder später aufgrund der demografischen Entwicklung die meisten anderen Kommunen auch treffen wird." Die vielfältigen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Betroffene mit entsprechenden Hilfemaßnahmen eine möglichst hohe Lebensqualität erreichen können.