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Aktuelles aus Ahaus  

Vernetzt für Sterbende

Seit vier Jahren bietet die Caritas Pflege & Gesundheit ihren schwerstkranken und sterbenden Patienten die Palliative Pflege an. Dabei ist die vertraglich abgesicherte Kooperation mit ambulanten Hospizdiensten obligatorisch. Angesichts einer starken Hospizbewegung mit mittlerweile neun Ortsgruppen in der Region war für die Caritas Pflege & Gesundheit klar, dieses Netzwerk zu nutzen und gleichzeitig zu unterstützen.

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Monika Mersmann und Irmgard Hewing

Wir haben die gleichen Ziele, arbeiten eng zusammen und bauen uns dadurch gegenseitig auf", erklären Hospizkoordinatorin Monika Mersmann und Pflegedienstleiterin Irmgard Hewing. Die Hospizbewegung St. Josef Gronau brauche den Pflegedienst, um Begleitungen vermittelt zu bekommen. Die Caritas Pflege & Gesundheit brauche die Hospizdienste, um die Bedarfe der Sterbenden und ihrer Angehörigen aufzufangen, die die Pflegefachkräfte nicht immer alleine befriedigen könnten. Der Gesprächsbedarf bei Sterbenden und deren Angehörigen sei in der Regel besonders hoch und könne häufig nicht nur innerhalb der Familie gedeckt werden, bestätigt Hospizkoordinatorin Monika Mersmann. "Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter bringen diese Zeit ein und verschenken sie an die Familien." "Und diese Zeit zu haben für den ‚anderen Bedarf’ ist die Ressource, die die ehrenamtlichen Hospizbegleiter so wertvoll macht", erklärt Irmgard Hewing.

Vor elf Jahren war die Hospizbewegung für den Raum Gronau und Epe in der katholischen Gemeinde St. Josef in Gronau gegründet worden. Mittlerweile ist sie zu einem überkonfessionellen Verein mit zurzeit 25 ehrenamtlich Engagierten aus allen Gesellschaftsschichten herangereift, "der offen für alle ist", so Hospizkoordinatorin Monika Mersmann. Gleichwohl bleibe das christliche Menschenbild die Basis des Handelns und sei dem hospizlichen Gedanken eingeschrieben. "Wir machen durch unsere Begleitung deutlich, dass der Tod nicht das Ende ist." Dazu gehöre etwa, gemeinsam zu beten oder helfende Rituale anzubieten wie eine Kerze anzuzünden, "ein hoffnungsvolles Symbol, was in unserem Kulturkreis universell verstanden wird", sagt Monika Mersmann.

"Wir transportieren mit der Kombination von Palliativer Pflege und hospizlicher Begleitung Kirche", sind Monika Mersmann und Irmgard Hewing überzeugt. Auch auf die Seite der Mitarbeitenden. Die Team- und Fallbesprechungen der palliativen Pflegekräfte zusammen mit den ehrenamtlichen Hospizbegleitern hätten an Tiefe gewonnen. Um diese Arbeit auf Dauer leisten zu können, bedürfe es einer intensiven Begleitung und Schulung der Begleiter. "Eine gute Erdung und Verwurzelung im Glauben sowie Ruhezeiten, die den haupt- wie ehrenamtlichen Mitarbeitern zugestanden werden müssen, macht die Arbeit nachhaltig", so Monika Mersmann. Und sie hat Auswirkungen auf die Kirchengemeinden, wie das Interesse bei Infoabenden zeige, so Irmgard Hewing. Caritas und Gemeinde müsse dieses Engagement für die Sterbenden in der Gesellschaft aus ureigenem Interesse am Herzen liegen.